Corporate Identity

Corporate Identity Management

von Christian Holfelder

5.1 Initiierungsphase

Oft durch Krisensituationen im Unternehmen und fehlendem Identitätsbewusstsein hervorgerufen, beginnt der eigentliche Corporate Identity Prozess immer mit der Initiierungsphase. Eine Entwicklung oder Ursache, die meist die Unternehmensführung von oben dazu veranlasst, einen ganzheitlichen und systematischen CI-Prozess in Gang zu setzen.
Um dabei mit einem Corporate Identity Management auf der ganzen Linie im Unternehmen Erfolg und Akzeptanz zu erlangen, gilt es, sich besonders an den Leitideen „Kooperation“ und „Partizipation“ zu orientieren.
So ist meist der erste Schritt mit der Bildung einer Corporate Identity-Arbeitsgruppe verbunden, die die Erarbeitung und Implementierung der Corporate Identity einzuleiten, zu koordinieren und zu kontrollieren hat. Dabei setzt sich die Arbeitsgruppe idealtypischerweise aus Mitgliedern der folgenden Aufgabenträger zusammen:

Ø Der Unternehmensleitung, die für den hierarchischen Nachdruck sorgt und das Selbstverständnis, generelle Leitlinien und Orientierungs-maßstäbe im Sinne der Unternehmensführung mitdefiniert.

Ø Den Mitarbeitern oder einer repräsentativen Partizipation der Belegschaft wie dem Betriebsrat, der die Belange der einzelnen, auch unterschiedlich hierarchisch angesehenen Mitarbeitergruppen in ausreichendem Maße berücksichtigt.

Ø Und den externen Beratern, die die Hauptrolle in Bezug auf die CI-Strategie einnehmen und als begleitende Initiatoren und Moderatoren fungieren, die die Konzeption und Umsetzung unterstützen. Dabei kommt Ihnen der Vorteil zugute, dass sie nicht als „betriebsfremd“, sondern als unabhängige Beobachter gelten, mit oft neuen innovativen Ideen und Impulsen für das Unternehmen.[80]

Positive Begleiterscheinung hierbei ist meist auch die automatische Gewähr für den zügigen Fortgang der Arbeiten, da Unternehmensberater bekanntlich viel Geld kosten und dies in Zeiten knapper finanzieller Unternehmensmittel zusätzlich einen straffen Zeitplan erfordert.
So steht am Anfang innerhalb der Arbeitsgruppe im Kick-Off-Meeting die Entwicklung eines ersten Grobkonzeptes an, bei dem sich alle über die Ziele und Erwartungen des Corporate Identity Prozess bewusst werden sollten.
Hilfreich darüber hinaus für einen erfolgreichen Projektverlauf ist auch die Vereinbarung von Grundregeln der Zusammenarbeit, so genannten „gemeinsamen Handlungsmaximen“, um auch später ein kooperatives Projektverständnis zu erhalten.[81]

[80] Vgl. Wiedmann (1992), S.59 ff.

[81] Vgl. Herbst (2003), S.101.
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